Frühe Überlegungen zahlen sich aus

Nein, eine Revolution wird es nicht geben. Das sagt Helge Zink mit Blick auf die vollbrachte Übernahme des Unternehmens Langer E-Technik in Varel. Der 42-jährige Diplom-Ingenieur ist seit Juni Geschäftsführer des 110 Mitarbeiter großen Betriebes, der davon 25 Angestellte in der Zweigstelle Brake beschäftigt und dort eine Kooperation mit der Firma Barghorn eingegangen ist. Zink kann seine neue Aufgabe in Ruhe angehen, schließlich ist er schon vier Jahre Prokurist bei Langer E-Technik gewesen und kann sich schon erfolgreiche Veränderungen im Einkauf und Vertrieb auf seine Fahne schreiben.

Perspektivwechsel: Auch der Abgebende ist zufrieden. Ingo Langer hat den 1948 gegründeten Betrieb von seinem Vater mit gut 30 Mitarbeitern übernommen. Heute, 32 Jahre später, sagt er: „Ich finde es zum jetzigen Zeitpunkt viel schwieriger, Unternehmer zu werden.“ Als Beispiele nennt er steuerliche Aspekte und die Vorschriften zur Arbeitssicherheit. Dass er einen Nachfolger gefunden hat, ist seinen frühen Überlegungen zu verdanken. „Ich habe mir bereits vor zehn Jahren Gedanken gemacht und einen potenziellen Nachfolger als Prokuristen eingestellt“, schildert Langer seinen ersten Versuch, die Nachfolge zu organisieren. Aber der ausgewählte Mann sprang ab.  

© Handwerkskammer Oldenburg

Rückzug auf Raten 

 Ingo Langer, der den Betrieb in den Geschäftsfeldern Automatisierung, Energietechnik, Schaltanlagen, Sicherheit und Service ausgeweitet hat, geht nicht von heute auf morgen in den Ruhestand. Zunächst hat der 62-Jährige „Di-Mi-Do-Wochen“. Er hat Anteile an Helge Zink übergeben, bleibt aber noch Gesellschafter. Zink ist in der glücklichen Lage, dass in Varel und der Region eine gesunde Auftraggeberstruktur herrscht. „Wir sind gut vernetzt und haben potente Industriekunden in der Nachbarschaft.“ So fiel es auch nicht schwer, die Hausbanken davon zu überzeugen, dass es auch mit dem jungen Nachfolger klappen wird. I

ngo Langer hätte seinen Betrieb auch extern abgegeben. Dass die Firma nun doch in der Familie bleibt, macht ihn umso glücklicher. Sein Vater, der verstorbene Firmengründer Johannes Langer, wäre es auch. „Wir haben aktuell sieben Beschäftigte, die noch unter meinem Vater gearbeitet haben“, erzählt Langer. Und man merkt: Er hat das gute Gefühl, dass alles richtig gelaufen ist. Auch dank seiner frühzeitigen Überlegungen.  

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