Problemlose Integration

Das Heimatland von Hakar Khalaf ist der Irak. Von Krieg, Gewalt und schwindenden Ressourcen gebeutelt, haben Millionen Menschen das Land verlassen.

Hakar Khalaf war 16 Jahre alt, als er in Deutschland ankam. Oldenburg ist für ihn und seine Familie mittlerweile zu einem neuen Zuhause geworden.

Integration und Deutschlernen hat über die Schule stattgefunden. Nach einem Berufsvorbereitungsjahr suchte der Kurde mit jesidischem Glauben in den Gelben Seiten nach Metallbaubetrieben und bewarb sich unter anderem bei Heiko Kirchner in Wardenburg. Der Geschäftsführer der Kirchner Stahlbau GmbH hat Hakar Khalaf in einem Praktikum beobachtet und ihm einen Ausbildungsvertrag gegeben. 

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Zufrieden: Betriebsinhaber Heiko Kirchner kann sich auf Hakar Khalaf verlassen.

„Mir war wichtig, dass er schon einigermaßen Deutsch spricht. Das war der Fall. Darauf kann man fürs technische Vokabular aufbauen“, sagt Heiko Kirchner. Ohne ausbildungsbegleitende Hilfen und ohne große Thematisierung der Vergangenheit ist der 21-jährige Khalaf durch das erste Lehrjahr marschiert. Verlässlichkeit und Sozialverhalten werden im Betrieb mit „läuft alles super“ kommentiert. Arnd Hemmelskamp, Prokurist der GmbH meint, dass Khalaf anders als einige Deutsche den Ausbildungsplatz zu schätzen weiß. „Für ihn ist es eine Chance und er nutzt sie. Macht er so weiter, dann hat er beste Aussichten auf eine Übernahme“, blickt Hemmelskamp voraus.

Zwei Plätze wollte Heiko Kirchner für das neue Ausbildungsjahr vergeben. Von fünf Bewerbern fielen drei durch. Einer hat sich anderweitig entschieden und einer fängt nun an. „Er kommt aus Syrien“, berichtet Kirchner und glaubt vom ersten Eindruck her an einen ähnlich guten Verlauf wie bei Hakar Khalaf.

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