Berufseinstieg für Ukraine-Geflüchtete erleichtern

erstellt am 3. Juni 2022

Oldenburg. Ab sofort bietet die Handwerkskammer Oldenburg einen Erstberatungs-Check für ukrainische Berufsqualifikationen an, um damit die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten zu unterstützen. Im Rahmen dieser Kurzberatung werden zunächst Informationen zu Berufsabschlüssen, Arbeitserfahrungen und Sprachkompetenz aufgenommen. In einem zweiten Schritt werden diese Informationen bewertet und eine erste Einschätzung abgegeben, mit welchem deutschen Ausbildungsberuf die Erfahrungen vergleichbar sein könnten. 

Das Beratungsergebnis wird in einem Erst-Check-Dokument festgehalten, das Betrieben im Einstellungsprozess helfen soll. Ziel ist es, den Menschen aus der Ukraine eine gezieltere Stellenbewerbung zu ermöglichen sowie Arbeitsagenturen und Jobcenter bei ihren Vermittlungsaktivitäten zu unterstützen. 

„Mit diesem unbürokratischen Angebot möchten wir den ukrainischen Geflüchteten die Chance geben, sich auf die richtigen Stellen zu bewerben und sich so schneller am Arbeitsmarkt zu integrieren. Das käme natürlich auch unseren Betrieben zu Gute, die händeringend qualifiziertes Personal suchen“, erklärt Heiko Henke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. 

Der Erst-Check ist nicht mit einem formalen Anerkennungsverfahren zu vergleichen. Dies kann bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Personen aus Drittstaaten, die nicht als Schutzsuchende, sondern als Fachkräfte nach Deutschland zuwandern wollen, müssen nach den Regeln des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes generell vor ihrer Einreise die formale Anerkennung des ausländischen Berufsabschlusses anstreben. 

Wer Auskünfte zum Erst-Check benötigt, oder einen Termin vereinbaren möchte, kann sich an die Anerkennungsstelle der Handwerkskammer wenden:

Ass. jur. Christine Leemhuis

Telefon 0441 232-242
Telefax 0441 232-55242
leemhuis@hwk-oldenburg.de