BIM im Handwerk – einfach machen!

Online Veranstaltung am 15. April um 17 Uhr

BIM ist die Abkürzung für "Building Information Modeling" und wird der neue Standard bei der Planung und Umsetzung von Bauprojekten. Somit wird es auch den Alltag der Handwerksbetriebe aus den Bau- und Ausbaugewerken verändern.

Kay Lutz Pakula (Handwerkskammer Oldenburg) und Kerstin Muggeridge (Handwerkskammer für Ostfriesland) haben diesmal gleich mehrere Referenten zu Gast:

  • BIM-Spezialist und Bauingenier Christian Heins vertritt die Innovative Hochschule Jade-Oldenburg! (IHJO), welches die Initiative „BIM2USE“ gestartet hat. Ziel von BIM2USE ist es, die Innovationskraft der Region im Bauwesen durch den Einsatz von Building Information Modeling, entlang der Wertschöpfungskette Bau, zu steigern. Dafür bietet die IHJO den Handwerker:innen Ressourcen an, um vor Ort an den Hochschulen innovative Konzepte und digitale Technologien sowie das digitale Miteinander testweise auf den Prüfstand zu stellen.
     
  • Monika Kretschmer und Carmen Beyer von der Demografieagentur für die Wirtschaft (Hannover) stellen ein bundesweites Förderprogramm vor. Dieses beinhaltet eine innovative Arbeitsmethode, welche am Praxisbeispiel der Holzbau-Firma Kurmann aus Garrel vorgestellt wird und Mithilfe von unternehmensWert:Mensch plus schnelle digitale Prozesswege geschaffen hat.
     
  • Andreas Kurmann und sein „unternehmensWert:Mensch plus“-Berater Phillip Bardowicks berichten, welche prozessuale digitale Grundlage etabliert wurde, die eine Arbeit mit BIM zukünftig ermöglicht.
     

Im Verlauf der Veranstaltung erläutert Christian Heins BIM, dessen Bedeutung, Funktion sowie die Mehrwerte und Erleichterungen für das Handwerk am praktischen Beispiel näher. Building Information Modeling (zu Deutsch: Bauwerksdatenmodellierung ) ist eine neue (digitale) Art der Zusammenarbeit, für die gesamte Bauwirtschaft. Gemäß dem Motto „what you see is what you get“ oder „gekauft wie gesehen“ ist es mit BIM erstmals möglich, das reale Bauwerk am digitalen Modell bereits vor Baubeginn virtuell zu begehen und auf „Herz“ und „Nieren“ zu testen. Dadurch können ästhetische Fragestellungen oder kostenverursachende Fehlplanungen, die normalerweise erst auf der Baustelle festgestellt werden, schon vor Baubeginn und ortsunabhängig identifiziert und geklärt werden.

Wie Prozessschritte neu aufgelegt und viele Wege vereinfacht wurden berichtet Andreas Kurmann. Touch-Displays, Kameras in der Fertigungshalle und ein zentral einsehbares Kundeninformationssystem stellen die Kommunikation und Informationen dort sicher, wo sie gebraucht werden, ohne lange Wege. Andreas Kurmann hat sich zum Ziel gesetzt, bis zu seinem Ausscheiden, das Unternehmen fit für die Zukunft zu gestalten.

Die Chancen der Digitalisierung gewinnbringend zu nutzen, ist auch für Handwerksbetriebe eine wirtschaftliche Notwendigkeit geworden. Hier setzt das Förderprogramm unternehmensWert:Mensch plus an. Im Rahmen einer professionellen Prozessberatung wird der Handwerksbetrieb fit für die Digitalisierung gemacht. In einem beteiligungsorientierten Lernprozess werden passgenaue Lösungen für die Digitalisierung im Betrieb entwickelt und innovative Arbeitsmethoden erprobt.

Kontakt:

Dipl. Wirtsch.-Ing. Kay Lutz Pakula
Beauftragter für Innovation und Technologie

Telefon 0441 232-214
pakula@hwk-oldenburg.de