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Erfolgreiche Vermittlung: Der Syrer Houzan Hamdo (Mitte) absolviert bei Timo Lisekam (links), Inhaber der Tischlerei Ebenholz am neuen Standort in Ofen, eine Einstiegsqualifizierung. Ziel ist ein Ausbildungsvertrag für eine Tischlerlehre im Sommer. HWK-Willkommenslotse Marco Janssen (rechts) unterstützte den Einstellungsprozess.

Mit kurzem Anlauf schon einiges erreicht

Handwerk ist Spitze bei der Integration

erstellt am 10. März 2017

Berlin/Oldenburg. Innerhalb von zehn Monaten haben die bei Wirtschaftsorganisationen angesiedelten Willkommenslotsen 3.441 Flüchtlinge in Betriebe vermittelt, sei es in Hospitanzen, Praktika, Ausbildung oder Beschäftigungsverhältnisse. Dies meldet der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Dabei sind fünf der zehn vermittlungsstärksten Projektteilnehmer des Programms in Handwerkskammern angesiedelt.

Bei der Vermittlung von Flüchtlingen in Ausbildung finden sich sogar acht Handwerksorganisationen unter den Top 10. Das zeigt die jetzt vorgelegte Bilanz des Bundeswirtschaftsministeriums. "Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt erfordert einen langen Atem. Die erste Bilanz des Programms der Willkommenslosten untermauert aber, wie engagiert das Handwerk sich an vielen Stellen einbringt, damit sie gelingen kann", so ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer.

Zu den erfolgreichsten Handwerksorganisationen gehören bei den Vermittlungen in Ausbildungen die Handwerkskammern Aachen, Berlin, Kassel, für Mittelfranken (Nürnberg), für Oberfranken (Bayreuth), Oldenburg, die HWK Service GmbH (Würzburg) sowie die Kreishandwerkerschaft Peine. Bei der Handwerkskammer Oldenburg sagt Hauptgeschäftsführer Heiko Henke, dass mit kurzem Anlauf schon einiges erreicht wurde. Zu Beginn des aktuellen Ausbildungsjahres haben allein aus dem Willkommenslotsenprojekt zehn Flüchtlinge eine Lehrstelle gefunden. Außerdem engagiert sich die Kammer bei dem landesweiten Integrationsprojekt handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber (IHAFA).

Rund 150 vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Willkommenslotsen beraten seit März 2016 im Zuge des Programms in einem intensiven Prozess kleine und mittlere Unternehmen bei der Deckung des Fachkräftebedarfs durch Flüchtlinge, damit diese besser zueinander finden. Für Betriebe im Kammerbezirk Oldenburg ist Marco Janssen zuständig. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen bei der Besetzung von Vakanzen mit  Flüchtlingen passgenau durch Praktika, Einstiegsqualifizierung, Ausbildung oder Beschäftigung zu unterstützen. 

Zu den Herausforderungen für eine erfolgreiche Vermittlung zählen dabei oft das vorhandene Sprachniveau sowie mangelnde Vorqualifikationen. Der Unterstützungsbedarf besonders kleinerer Betriebe bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ist erheblich. Im Beratungsprozess unterstützt Marco Janssen auch die Entwicklung einer Willkommenskultur und leistet bei Bedarf Hilfe nach der eigentlichen Vermittlung.

 

Kontakt für Handwerksbetriebe:

Marco Janssen

Telefon 0441 232-234
Telefax 0441 232-55234
janssen@hwk-oldenburg.de