Sprachen über den technologischen Wandel in der Telekommunikation und über Datenströme (v. l.): Manfred Kurmann (Präsident der Handwerkskammer Oldenburg), Thomas Wübbe (Dozent und Berater für Informations- und Telekommunikationstechnik) und Kay Lutz Pakula (Beauftragter für Innovation und Technologie bei der Handwerkskammer Oldenburg).
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IP-Technik verdrängt klassische Systeme

Handwerksbetriebe informieren sich zur Digitalisierung

erstellt am 29. August 2017

Oldenburg. Tschüs ISDN – willkommen IP: Mit der Aussage, dass sich „Voice over IP“ in fünf Jahren etabliert haben wird, hat Thomas Wübbe die Zuhörer seines Vortrages auf die Zukunft der digitalen Kommunikationstechnik eingestimmt. In gewissen Bereichen geht es noch schneller: Bereits im nächsten Jahr endet die klassische Telefonie für Privatkunden der Telekom. Telekommunikation wird nur noch auf Basis des „VoIP“ möglich sein. Wübbe, Dozent am Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE), betonte: „Das Handwerk muss dabei sein!“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Digitalisierung, was geht mich das an?“ begrüßte Kammerpräsident Manfred Kurmann am Donnerstag rund 60 Handwerkerinnen und Handwerker im Berufsbildungszentrum in Tweelbäke. Die Handwerkskammer hatte, unterstützt von den Kreishandwerkerschaften, zusammen mit dem am BFE angesiedelten Kompetenzzentrum Digitales Handwerk eingeladen. Kay Lutz Pakula, HWK-Beauftragter für Innovation und Technologie, hatte diese Themenveranstaltung wie schon andere für das Handwerk organisiert und steht den Betrieben zur Seite. „Prozessoptimierung ohne digitale Technologie ist heutzutage nicht mehr denkbar“, so Pakula.

Thomas Wübbe erklärte die technischen Grundlagen von VoIP. Die IP-Adresse wird eine immer bedeutendere Rolle spielen. „Da werden alle Dienste gebündelt“, sagte Wübbe. Für E-Cash-Terminals empfiehlt er IP-unterstützte Modelle. Das Fax bezeichnete er als „aussterbende Technik“. Man dürfe seine Telefonanlage nicht mehr autark betrachten. VoIP sei ein Steuerungselement für multimediale Datenströme. Insgesamt werden sich viele Chancen ergeben, Prozesse zu verknüpfen.

Das „Internet der Dinge“ werde alle Betriebe betreffen. „Die Datenmengen nehmen drastisch zu. Vor allem der Bedarf an Upload-Geschwindigkeit wächst. Wer die Chance auf Glasfaser hat, sollte unbedingt zugreifen“, sagte Wübbe. Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk ist in Oldenburg im so genannten Schaufenster Nord auf das Themenfeld „Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien im eigenen Betrieb“ spezialisiert. Es wird auch für den dritten Teil der Veranstaltungsreihe einen Experten entsenden. Am Montag, 16. Oktober, heißt das Thema „Internet für alles? Warum ist das für meinen Handwerksbetrieb wichtig?“.

Ansprechpartner und Anmeldung:

Dipl. Wirtsch.-Ing. Kay Lutz Pakula
Beauftragter für Innovation und Technologie

Telefon 0441 232-214
pakula@hwk-oldenburg.de