Auch Bundestagsabgeordneter Stephan Albani verschaffte sich zusammen mit Wolfgang Jöhnk (Geschäftsbereichsleiter Berufsbildung bei der Handwerkskammer) und Hajo Kreye (stellvertretender Leiter des Be-rufsbildungszentrums) einen Eindruck vom Tag der Ausbildung.
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Handwerk statt Schule

Schüler konnten im BBZ Handwerksberufe entdecken

erstellt am 31. August 2017

Oldenburg. Die rund 2.000 Schülerinnen und Schüler aus den Schulen der Region ließen sich beim Tag der Ausbildung auf dem Gelände des Berufsbildungszentrums (BBZ) der Handwerkskammer vom Regen nicht die Laune verderben. Mit viel Spaß und Neugier informierten sie sich an den Ständen zu über 35 Handwerksberufen und konnten häufig selber Arbeitsschritte ausprobieren.

„Das ist auch unser Hauptanliegen“, erklärte Hajo Kreye, stellvertretender Leiter des Berufsbildungszentrums, das Ziel der Berufsinformationsmesse. „Die Schülerinnen und Schüler sollen einen ersten Kontakt zu den Handwerksberufen bekommen. Sie sehen einfach mal was anderes als in der Schule. Hier können sie sich selber ausprobieren und ihre eigenen Talente entdecken.“ Dazu trugen die vielen Innungen, Institutionen, Verbände und Unternehmen bei, die sich mit ihrem Handwerk präsentierten. Die Stände wurden oft von Auszubildenden betreut, die mit den Jugendlichen auf Augenhöhe sprachen und ihnen hautnah von ihren Erlebnissen im Handwerk berichten konnten.

Das Konzept ging auch in der 17. Auflage der Messe auf und kam bei den Schulklassen gut an. „Ich finde es interessant zu sehen, was man alles machen kann. Einfach mal Einblicke gewinnen, um auch andere Berufe kennenzulernen“, berichtete Ireen Stöhr aus der 8. Klasse von der Graf-von-Zeppelin-Schule in Ahlhorn. Da sie gerne kreativ arbeitet, habe ihr der Stand der Fliesenleger besonders gut gefallen. Hier konnte sie ein eigenes Mosaik erstellen. Später könne sie sich einen Beruf in Richtung Innenarchitektur vorstellen. Konkrete Vorstellungen von seiner beruflichen Zukunft hatte auch Jan Bischoff von der Schule am Voßbarg in Rastede: „Ich habe mal ein Praktikum bei einem Tischler gemacht. Das hat mir schon gut gefallen. Holz ist einfach mein Revier. Jetzt interessiert mich der Beruf des Zimmerers sehr. Hier am Stand des Bau-ABC Rostrup habe ich die Arbeit mit dem Rundhobel kennengelernt. Im Januar werde ich auch ein Praktikum in einer Zimmerei machen. Da freue ich mich schon drauf.“

Weiterführende Informationen zur Ausbildung, zur Bewerbung oder zu konkreten Ausbildungsstellen bekamen die Jugendlichen an den Beratungsständen der Handwerkskammer, der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, den berufsbildenden Schulen, des Jobcenters und der Bundesagentur für Arbeit.

Hajo Kreye war mit der Resonanz am Tag der Ausbildung zufrieden: „Am schönsten wäre es natürlich, wenn heute der Grundstein für viele Ausbildungsverträge gelegt wird. Aber wenn wir auch nur ein wenig Neugier auf das Handwerk geweckt haben, dann haben wir auch schon viel erreicht.“