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Smartphones sicher im Geschäftsalltag nutzen (v.l.): Manfred Kurmann, Werner Schmit, Rainer Holtz und Kay Lutz Pakula informierten Betriebsinhaber aus dem Handwerk.

Digitalisierung: Gefahren werden oft unterschätzt 

Berufliche Nutzung von Smartphones im Handwerk 

Oldenburg. Wer sein Handwerk versteht, nutzt digitale Anwendungen: Mit dieser Feststellung eröffnete Kammerpräsident Manfred Kurmann am Mittwoch eine Veranstaltung im Berufsbildungszentrum, zu der die Technologie-Transferstelle der Handwerkskammer Oldenburg gemeinsam mit den Kreishandwerkerschaften und dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH) eingeladen hatte. Für das Zusammenspiel einzelner Gewerke zum Beispiel auf einer Baustelle gewinne die Digitalisierung immer mehr an Bedeutung, so Präsident Kurmann.

Rainer Holtz, Bereichsleiter Entwicklung und Technologietransfer am Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) Oldenburg, erläuterte zunächst die Strukturen des 2016 aus der Taufe gehobenen KDH. Das Verbundprojekt ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. „Ein Beispiel für 4.0 wird sein, dass der Endverbraucher direkt in die Produktion eingreift. Wir kennen bereits die Konfiguratoren, mit denen man die Ausstattung eines Autos selbst am Bildschirm bestimmen kann. In Zukunft kann der Kunde auf „Erstellung“ klicken und die Produktion eigenhändig starten“, veranschaulichte Rainer Holtz den Begriff „Wirtschaft 4.0“.

Für das Handwerk bringt die Digitalisierung viele Chancen, führte Holtz weiter aus. Betriebswirtschaft inklusive Controlling, neue Vertriebswege, Online-Shops sowie schnellere Bestellprozesse und Bezahlvorgänge nannte er in diesem Zusammenhang. Außerdem lohne sich immer mehr die Nutzung von Social-Media-Kanälen, da sich dort vermehrt alle Altersgruppen wiederfinden.

Mobile Endgeräte werden sowohl bei der Zeiterfassung als auch bei der Kundenberatung immer stärker genutzt. Für das sichere Betreiben gab BFE-Dozent Werner Schmit hilfreiche Hinweise. „Die Grenzen zwischen Unternehmernetzwerk und dem Rest der Welt sind durchlässig. Die Gefahren werden oft unterschätzt.“ Schmit ist ein Verfechter von betriebseigenen Endgeräten mit möglichst wenigen Anwendungen und Schnittstellen.

 „Apps sind fleißige Datensammler“, sagte Werner Schmit und rückte in das Bewusstsein der Zuhörer, dass darunter auch sehr leicht „sensible Daten“ sein könnten. Er empfahl, die mobilen Endgeräte genauso zu pflegen und zu warten wie beispielsweise den Fuhrpark des Unternehmens – bis hin zur sicheren Abwicklung was die Entsorgung betrifft.

Kay Lutz Pakula, der die Veranstaltung in seiner Funktion als Beauftragter für Innovation und Technologie der Handwerkskammer Oldenburg organisiert hatte, sprach von einem Auftakt. „Digitalisierung hält so viele Aspekte und Fragen bereit, dass wir zusammen mit den beratenden Stellen und den Unternehmen weiter am Ball bleiben werden.“

Rainer Holtz vom KDH empfahl den Unternehmen, sich direkt an die Handwerkskammer zu wenden, da sich oftmals mehrere Themenstellungen hinter der Digitalisierung verbergen. Hier kann die Technologie-Transferstelle der Handwerkskammer generell unterstützen. 

Ansprechpartner für Innovations- und Technologieberatung:

Dipl. Wirtsch.-Ing. Kay Lutz Pakula
Beauftragter für Innovation und Technologie

Telefon 0441 232-214
pakula@hwk-oldenburg.de