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Workshop-Station im Saal der Handwerkskammer: Zum Thema "Handwerk in der digitalen Welt" erarbeiteten die Teilnehmerinnen Möglichkeiten zur Umsetzung in den Betrieben.

Digitale Welt erfordert Strategie

Handwerkskammer-Treffpunkt für Unternehmerinnen gut besucht

erstellt am 2. Februar 2017

Oldenburg. Lebhafte Diskussionen zu den Auswirkungen der Digitalisierung: Über 40 Unternehmerinnen und Unternehmerfrauen haben sich am Mittwochabend in der Handwerkskammer Oldenburg zum Thema „Handwerk in der digitalen Welt“ informiert und ausgetauscht. Breiten Raum nahm das interaktive „World Café“ ein, bei dem die Teilnehmerinnen an drei Workshop-Stationen (Kundenbeziehungen, Mitarbeiterführung und interne Prozesse) die Herausforderungen der Zukunft diskutierten.

„Die Anforderungen an die Arbeitskräfte ändern sich. Jedes Unternehmen muss sich fragen, ob es eine Digitalstrategie hat“, sagte Rainer Holtz. Der Bereichsleiter Entwicklung und Technologietransfer am Bundeszentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) schätzt es als größtes Risiko ein, wenn man sich gar nicht mit dem Thema beschäftigt.

Das BFE ist seit vergangenem Jahr das „Schaufenster Nord“ vom Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH). Das Kompetenzzentrum ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird.

Für dieses bundesweite Netzwerk fungiert das Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an der Leibniz Universität Hannover (HPI) als Leitstelle. Karen Bartelt und Walter Pirk informierten über die Angebote und moderierten genau wie Rainer Holtz das „World Café“. Als ein Ergebnis zeichnete sich ab, dass die Digitalisierung zusammen mit der Belegschaft im Betrieb entwickelt werden muss. Jeder sollte sich im ersten Schritt zu einer Strategie den leicht umsetzbaren Dingen widmen. Als Methoden für die Umsetzung wurden altersgemischte Teams genannt, in denen auch Auszubildende eine bedeutende Rolle spielen können.

Die neue Art der Kommunikation ist für viele Betriebe eine Herausforderung. „Wo müssen die Unternehmen präsent sein? Wie viel Social Media soll betrieben werden? Und welche Bewertungsportale sind für meine Branche wichtig?“, lauteten hier die Fragen. Außerdem tauschten sich die Unternehmerinnen und Unternehmerfrauen über Cloud-Lösungen, Datensicherung, Zeiterfassung, Rechnungsstellung und elektronische Beschaffung aus.

„Die Digitalisierung hält sehr viele Chancen bereit. Mit dem Netzwerktreffen haben wir den Unternehmerinnen und Unternehmerfrauen gezeigt, dass niemand alleine vor diesem Thema steht. In der Handwerksorganisation gibt es qualitativ hochwertige Unterstützung“, sagte Susann Ruppert, betriebswirtschaftliche Beraterin der Handwerkskammer, nach der Veranstaltung.